Portaal:Oudheid/werkplaats/Hurritisch

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Hurritisch (Ḫurwoḫḫe/Ḫurroḫḫe)
Gesproken in (vroeger) Oost-Anatolië, Noord-Syrië en Mesopotamië
Uitgestorven in 1200 v.Chr.
Taalfamilie
Officiële status
Officieel in
Mitanni-rijk
Taalcodes
ISO 639-3 xhu
Portaal  Portaalicoon   Taal

Het Hurritisch (vroeger ook wel Churritisch of (C)hurrisch geschreven, afgeleid van de eigenbenaming Ḫurwoḫḫe/Ḫurroḫḫe) is een dode taal, die tot omstreeks 1200 v.Chr. in een gebied werd gesproken, dat zich van Oost-Turkije tot in Noord-Irak uitstrekte en in het huidige gebied van vestiging van de Koerden ontstond. Het was de officiële taal van het Mittani-rijk, maar werd ook in enkele regio's van het Hettietenrijk gebruikt. De belangrijkste centra waren de hoofdstad Washshukanni en de steden Taidu, Nuzi, Qatna en Alalach alsook Hattuša, de hoofdstad van het Hettietenrijk. Tijdens de Boğazköy-opgravingscampagne in 1983 werd een Hurritisch-Hettitische dubbeltalig document ontdekt, waarvan de analyse onder andere in de werken van Erich Neu wordt gebruikt.

Verwantschap met andere talen[brontekst bewerken]

De enige taal, waarmee het Hurritisch aantoonbaar is verwant, is het Urartees, een taal, die aan het begin en het midden van het eerste millennium v.Chr. in een gebied tussen het Sevanmeer, het Vanmeer en het Urmiameer werd gesproken. Verder worden er gelijkenissen getrokken met het Eteocypriotisch, het Cypro-Minoïsch alsook met het Kassitisch.[1] Een verwantschap met de Noordoost-Kaukasische talen is mogelijk, maar kon tot nu toe niet worden bewezen.[2] Der Grund hierfür ist hauptsächlich die Vielfalt dieser Familie, die eine sichere Rekonstruktion der vooroudertaal erschwert. Außerdem ist es schwierig, eine vor etwa 2500 Jahren ausgestorbene Sprachfamilie mit einer Familie zu vergleichen, über die es keine derartig alten Aufzeichnungen gibt.

Geschiedenis van de taal[brontekst bewerken]

Urkesh-leeuw en bijbehorende stenen tablet met de oudste bekende tekst in het Hurritisch (21e eeuw v.Chr.), Louvre

Die ältesten hurritischen Textbelege sind Personen- und Ortsnamen aus dem Ende des 3e eeuw v.Chr. Erste Texte stammen aus der Zeit des Königs Tishatal von Urkesh (Anfang des 2e eeuw v.Chr.). Zahlreiche Epen, Beschwörungen, Weissagungstexte und Briefe fanden die Archäologen in Hattuša, Mari, Tuttul, Babylon, Ugarit und anderen Fundorten. Der für das Verständnis der Sprache wichtigste Text ist jedoch ein langer Brief (der sogenannte Mittani-Brief), der in Amarna (Ägypten) gefunden wurde. Der hurritische König Tushratta hatte ihn an den damaligen Pharao Amenophis III geschrieben.

Ab dem 14e eeuw v.Chr. drangen von Norden und Westen her die Hethiter und etwas später von Osten und Süden die Assyriërs immer weiter ins hurritischsprachige Gebiet vor, bis es schließlich von diesen beiden Großmächten untereinander aufgeteilt wurde. Der Zeevolkensturm im 12. Jahrhundert v. Chr. führte zu weiteren politischen Umwälzungen. Andere Schriftsprachen, wie das Hettitisch und das Ugaritisch starben aus. Ab dieser Zeit kann Hurritisch nur noch in Personen- und Ortsnamen nachgewiesen werden, die in Akkadisch oder urartäischen Texten auftraten. Es ist daher nicht bekannt, ob Hurritisch als gesprochene Sprache noch einige Zeit weiterexistierte.

Dialecten[brontekst bewerken]

Das Hurritische des Mittani-Briefs unterscheidet sich recht deutlich von der Sprache in den Texten aus Hattuša. Während in Mittani i und e sowie u und o unterschieden werden, sind sie im Hattuša-Hurritischen wohl zu i bzw. u zusammengefallen. Auch in der morfologie gibt es Unterschiede. Dennoch kann als sicher angenommen werden, dass es sich um dialecten derselben Sprache handelt. Eine hurritisch-akkadische Mischsprache ist aus Nuzi, einer Stadt in der Mittani-Provinz Arrapha und dem syrischen Qatna überliefert.[3]

Fonetiek en fonologie[brontekst bewerken]

Medeklinkers[brontekst bewerken]

bilabiaal labio­dentaal alveolair palataal velair
stl. sth. stl. sth. stl. sth. stl. sth. stl. sth.
plosieven [p]? [t]? [k]?
affricaten ([ts]?)
fricatieven [f]? [s]? [x]?
nasalen [m]? [n]?
trillingen [r]?
laterale approximanten [l]?
centrale approximanten ([w]?) ([j]?)

Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, ist das Merkmal der stemhebbendheid bzw. stemloosheid nicht bedeutungsunterscheidend. Kein stimmhafter medeklinker hat ein stimmloses Gegenstück und umgekehrt. Jedoch scheinen nach den Schreibungen in der spijkerschrift zu den stimmlosen Konsonanten (außer /ts/) stimmhafte Nebenformen zu existieren, die in bestimmten lautlichen Umgebungen (zwischen zwei stimmhaften Konsonanten oder klinkeren) vorkommen. Mitunter wird in diesen Umgebungen ein stimmhafter Konsonant geschrieben, also b (für p), d (für t), g (für k), v (für f) sowie ž (für š), selten auch ǧ (für h/). Alle Konsonanten außer /w/ und /j/ können kurz oder lang vorkommen. Die langen Konsonanten (Geminatie) treten jedoch nur zwischen Vokalen auf. In der Keilschrift wie auch in der lateinischen Umschrift (transcriptie) wird die Konsonantenlänge durch Doppeltschreibung des Konsonanten ausgedrückt, also ...VC-CV... (wobei V für Vokale, C für den Konsonanten steht). Kurze Konsonanten werden ...V-CV... geschrieben, beispielsweise wird mānnatta („ich bin“) ma-a-an-na-at-ta geschrieben.

Da das /f/ in der sumerischen Keilschrift nicht auftritt, verwendeten die Hurrieten stattdessen die /p/, /b/ bzw. /w/-haltigen Silbenzeichen. Ein /f/ erkennt man in Wörtern dann, wenn diese Schreibungen variieren. In Fällen, in denen ein Wort nur einmal mit einem p belegt ist, kann man nicht entscheiden, ob es sich bei dem entsprechenden Laut tatsächlich um ein /p/ oder um ein /f/ handelt. Am Silbenende nach a wird /f/ zu [u], z. B. in tānōšau (<*tān-ōš-af) „ich tat (es)“. /s/ wird traditionell mit š transkribiert, da in der Keilschrift die š-haltigen Zeichen verwendet werden, um dieses foneem darzustellen. /ts/ wird in der Regel mit z, /x/ mit oder h transkribiert. Im Hurritischen treten /l/ und /r/ nicht am Wortanfang auf.

Vokale[brontekst bewerken]

voor- centraal- achter-
ongeronde geronde ongeronde geronde ongeronde geronde
gesloten [i]? [u]?
mittel [e]? [o]?
open [a]?

Wie auch die Konsonanten können alle Vokale kurz oder lang auftreten. In der Keilschrift erfolgt bei Langvokalen die sogenannte plene-schrijfwijze, d. h. zwischen die beiden Silbenzeichen CV-VC wird das Vokalzeichen zusätzlich eingefügt. Kurzvokale werden also CV-VC, Langvokale CV-V-VC geschrieben. In der Transkription werden Langvokale mit einem Makron gekennzeichnet, also ā, ē, ī, ō und ū. Für das /o/, das es in der sumerischen Keilschrift nicht gibt, wird dabei das Zeichen U verwendet, wogegen für das /u/ das Zeichen Ú (sprich: u-zwei) steht.

Beklemtoning, klemtonensysteem, intonatie[brontekst bewerken]

Da es über Hurritisch keine zeitgenössischen Aufzeichnungen zur Aussprache gibt, kann weder über den klemtoon oder die zinsintonatie etwas gesagt werden, noch darüber, ob die Sprache möglicherweise eine toontaal war. Auch die Schreibungen lassen diesbezüglich keine Rückschlüsse zu. Die Akzentstriche (´ bzw. `), die in der Transliteration, also der zeichenweisen Umschrift, verwendet werden, bezeichnen nur die unterschiedlichen Keilschriftzeichen mit gleichem Lautwert.

Grammatica[brontekst bewerken]

Woordvorming[brontekst bewerken]

Anders als das Deutsche kann das Hurritische neue Wörter nicht durch Zusammensetzung von zwei oder mehreren Stämmen bilden (z. B. dt. Haustür, kleinhacken usw.). Dafür kennt das Hurritische zahlreiche suffixen, die neue Wörter aus Stämmen ableiten können. Beispiele: attardi (Vorväter, Ahnen) zu attai (Vater), futki (Sohn) zu fut (zeugen), aštoḫḫe (weiblich) zu ašti (Frau), šeniffuzzi (meinem Bruder angemessen) zu šeniffu (mein Bruder). Auch für Verben gibt es zahlreiche dieser Suffixe, die oft die valentie verändern.

Für eine detailliertere Beschreibung der Stammerweiterungsmorphologie wird auf die Fachliteratur verwiesen.

Morfologie[brontekst bewerken]

Naamval en getal[brontekst bewerken]

Alle Hurritische zelfstandige naamwoorden eindigen op een klinker. Dabei gibt es nur sehr wenige, die auf /a/ oder /e/ enden. Alle übrigen Substantive lauten auf /i/ aus. Dieser Stammauslautvokal verschwindet, wenn bestimmte Endungen antreten. Dazu gehören die Fallendungen, die mit einem Vokal beginnen, aber auch die lidwoordsuffixen. Beispiele: kāz-ōš (wie ein Becher), vgl. kāzi (Becher), awar-ra (die Felder), vgl. awari (Feld). Das Hurritische hat mit 13 naamvallen ein überdurchschnittlich umfangreiches System. Einer der Fälle, der equatief, hat in den beiden Hauptdialekten eine unterschiedliche Form. Die in Hattuscha und Mari übliche Endung -ōš wird als Äquativ I bezeichnet, die im Mittani-Brief vorkommende Form -nna heißt Äquativ II. Der sogenannte „e-naamvul“ tritt nur selten auf, zumeist in genitief (des/der) oder allatiefischer (hin zu...) Bedeutung.

Hurritisch behoorde zoals vele talen in deze regio tot de ergatief-absolutieve talen. Das bedeutet, dass der Fall, der für das onderwerp in Sätzen ohne voorwerp verwendet wird, der gleiche ist, wie der Fall, in dem das direkte Objekt steht. Diesen Fall bezeichnet man als absolutief. Für das Subjekt in objekthaltigen Sätzen kommt ein anderer Fall (ergatief) zur Anwendung. Die Sprache unterscheidet zwei getallen: enkelvoud en meervoud. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Fallendungen des Hurritischen.

Naamval Enkelvoud Meervoud
absolutief , -lla
ergatief -(a)šuš
genitief -fe, -we -(a)še
datief -fa, -wa -(a)ša
locatief
(in, bei ...)
-a -(a)ša, -a
allatief
(hin zu ...)
-ta -(a)šta
ablatief
(von ... her)
-tan -(a)štan
instrumentalis
(mittels ...)
-ae nicht belegt
ablatief-instrumentalis
(durch/wegen ...)
-n(i), -ne -(a)šani, -(a)šane
comitatief
(zusammen mit ...)
-ra -(a)šura
associatief
(als ...)
-nn(i) nicht belegt
(oft angenommen wird -(a)šunn(i))
equatief I
(wie ...)
-ōš nicht belegt
equatief II -nna -(a)šunna
„e-naamval“ nicht belegt

In einigen lautlichen Umgebungen treten Veränderungen dieser Endungen auf. Das f des genitief und datiefs verschmilzt mit einem davorstehenden p oder t zu pp bzw. tt, z. B. Tēššup-pe (des Tēššup), Ḫepat-te (der Hepat). Der associatief ist mit dem instrumentalis kombinierbar: šēna-nn-ae (Bruder-Assoziativ-Instrumental) bedeutet „brüderlich (gesinnt)“.

Lidwoord[brontekst bewerken]

Naamval Enkevoud Meervoud
absolutief -na
alle übrigen Kasus -ne

Der bestimmte lidwoord wird direkt an das Substantiv gesetzt, noch vor die Fall/Zahl-Endung, z. B. tiwē-na-še (Sache/Wort-Artikel.Plural-Genitiv.Plural) (der Sachen/Worte). Da der Artikel im absolutief Singular endungslos ist, kann ein Substantiv in dieser Form bestimmt oder unbestimmt sein. kāzi ist demnach „ein Becher“ oder auch „der Becher“. Das /n/ des Artikels verschmilzt mit davorstehenden /n/, /l/ und /r/ zu /nn/, /ll/ bzw. /rr/, z. B. ēn-na (die Götter), ōl-la (die Anderen), awar-ra (die Felder). Wie erwähnt, entfällt dabei der Stammauslautvokal, vgl. ohne Endung: ēni (Gott), ōli (anderer), awari (Feld). Steht vor dem /l, r, n/ des Stammes ein weiterer Konsonant, so wird zwischen diese beiden Laute ein Vokal eingefügt, z. B. ḫafurun-ne-ta (Himmel-Artikel.Singular-Allativ) (zum Himmel), vgl. ohne Endung: ḫafurni (Himmel).

Suffixaufnahme[brontekst bewerken]

Ein sehr prominentes Merkmal des Hurritischen, wie auch des Urartäischen und der benachbarten Kartveelse talen (zoals bijvoorbeeld Georgisch), ist die sogenannte Suffixaufnahme. Von Substantiven abhängige Wörter nehmen dabei die Fallsuffixe auf. Als Bindeglied zwischen dem abhängigen Substantiv und der Kasusendung fungiert dabei der Artikel, der im Numerus mit dem Bezugswort übereinstimmt. Ein Beispiel mit einem adjectief verdeutlicht dies:

(1) ḫurwoḫḫeneš ōmīnneš
ḫurw-oḫḫe-ne-š    ōmīn-ne-š
Hurriter-Adjektivierer-Artikel.Singular-ergatief.Singular    Land-Artikel.Singular-ergatief.Singular
„das hurritische Land“

Auch mit genitiefattributen erfolgt eine Suffixaufnahme. Dabei steht das Substantiv, von dem der Genitiv abhängt, meist mit einem bezittelijk voornaamwoord, das persoon/getal-congruentie zum Genitiv zeigt. Der Genitiv geht dem Bezugswort voraus.

(2) šēniffufenefe ōmīnīfe
šēn-iffu-fe-ne-fe    ōmīni-i-fe
Bruder-mein-Genitiv.Singular-Artikel.Singular-Genitiv.Singular    Land-sein-Genitiv.Singular
„des Landes meines Bruders“ (wörtl.: des meines Bruders sein Land)

Steht das übergeordnete Substantiv im lokatief, Instrumental oder Äquativ I, so findet keine Suffixaufnahme statt. Im absolutief Singular kann man keine Suffixaufnahme feststellen, da sowohl der Fall wie auch der Artikel endungslos sind. Werden mehr als zwei Genitive ineinander geschachtelt, so erfolgt die Suffixaufnahme nur am innersten Genitiv, wie folgendes Beispiel zeigt:

(3) ōmīni Mizrinefenefe efrīfe aštīnna
ōmīni    Mizri-ne-fe-ne-fe    efri-i-fe    ašti-i=nna
Land    Ägypten-Art.Sing.-Genitiv.Sing.-Art.Sing.-Genitiv.Sing.    Herr-sein/ihr-Genitiv.Sing.    Frau-sein/ihr=er/sie/es
„Sie ist die Frau des Herrschers des Landes Ägypten.“

Morfologie van de werkwoorden[brontekst bewerken]

Die morfologie van de werkwoorden des Hurritischen ist sehr komplex, jedoch werden ausschließlich suffixe (abgetrennt durch „-“) und cliticum (abgetrennt durch „=“) verwendet. Klitika sind im Hurritischen Wörter, die zwar eine eigene Wortart besitzen (z. B. Pronomen), jedoch fonologisch als Suffix an andere Wörter angefügt werden. transitieve und intransitieve werkwoorden werden in ihrer Morphologie deutlich unterschieden. Nur transitive Verben unterliegen der Kongruenz, d. h., sie müssen eine Endung tragen, die in Person und Zahl mit dem Subjekt des Satzes übereinstimmt. Das direkte Objekt und das intransitive Subjekt werden, wenn sie im Satz nicht durch ein Substantiv vertreten sind, durch klitische Personalpronomen ausgedrückt, siehe Abschnitt „Pronomen“. Direkt an den Verbstamm können mehrere Suffixe treten, die die Verbbedeutung modifizieren. Darunter fallen auch valentieveranderende Morpheme wie -an(n) (causatief), -ant (vermutl. applicatief) und -ukar (wederkerig voornaamwoord). Die Bedeutungen vieler dieser Suffixe konnten bisher nicht entschlüsselt werden.

Werkwoordsvormen in de indicatief[brontekst bewerken]

Auf diese afleidingssuffix folgt die Markierung der werkwoordstijd. Das praesens ist dabei endungslos. Das Suffix -ōš steht für das preteritum, das Suffix -ēt markiert das futurum. Nach den Suffixen für Präteritum und Futur steht in intransitiven, aber nicht in antipassieve werkwoordsvormen ein Suffix -t, das diese Intransitivität anzeigt. Im Präsens wird dieses Suffix nicht verwendet. Ein anderes Suffix -t kann mit allen Zeitformen in transitiven Sätzen verwendet werden. Es zeigt an, dass das Subjekt in der 3. Person Plural steht. In indicatiefvormen muss es verwendet werden, in allen anderen Formen ist es fakultativ. Durch diese beiden gleichlautenden Suffixe kann es zu mehrdeutigen Formen kommen. So kann unētta einerseits „sie werden ... bringen“ aber auch „er/sie/es wird kommen“ bedeuten.

Nach diesen Endungen folgt der Transitivitätsvokal. Er lautet -a, wenn das Verb intransitiv ist, -i, wenn das Verb im Antipassiv steht und -o (bzw. ebenfalls -i im Mittani-Brief) an transitiven Verben. Das Suffix -o (bzw. -i) entfällt unmittelbar nach Derivationssuffixen. In transitiven Verbformen steht das -o (bzw. -i) nur im Präsens, in den übrigen Zeitformen wird die Transitivität mit der An- oder Abwesenheit des Suffixes -t (siehe oben) ausgedrückt.

Die nächste Position kann durch das Verneinungssuffix belegt werden. In transitiven Sätzen wird hierfür -wa verwendet. Intransitive und antipassivische Sätze verneint man mit -kkV. Dabei steht V für den Vokal, der dem Negationssuffix vorausgeht. Ist dieser ein /a/, werden beide Vokale zu o verändert. Folgt dem intransitiven Negationssuffix unmittelbar ein klitisches Personalpronomen (außer =nna), so lautet der Vokal des Suffixes /a/, unabhängig vom Vokal der davor stehenden Silbe, z. B. mann-o-kka=til=ān (sein-intransitiv(!)-Negation=1. Plural absolutief=und) „und wir sind nicht...“. Die folgende Tabelle stellt die Zeit-, Transitivitäts- und Negationsmarkierungen zusammenfassend gegenüber:

Transitivität   Präsens Präteritum Futur
intransitives Verb nicht verneint -a -ōšta -ētta
verneint -okko -ōštokko -ēttokko
antipassivisches Verb nicht verneint -i -ōši -ēti
verneint -ikki -ōšikki -ētikki
transitives Verb
ohne Derivationssuffix
nicht verneint Mari/Hattuscha -o
Mittani -i
Mari/Hattuscha -ōšo
Mittani -ōši
Mari/Hattuscha -ēto
Mittani -ēti
verneint Mari/Hattuscha -owa
Mittani -iwa
Mari/Hattuscha -ōšowa
Mittani -ōšiwa
Mari/Hattuscha -ētowa
Mittani -ētiwa
transitives Verb
mit Derivationssuffix
nicht verneint Mari/Hattuscha -ōšo
Mittani -ōši
Mari/Hattuscha -ēto
Mittani -ēti
verneint -wa Mari/Hattuscha -ōšowa
Mittani -ōšiwa
Mari/Hattuscha -ētowa
Mittani -ētiwa

Danach folgt in transitiven Verbformen die Markierung des Subjekts. Folgende Formen treten dabei auf:

  1e persoon
enkelvoud
1e persoon
meervoud
2e persoon
enkelvoud
2e persoon
meervoud
3e persoon
enkelvoud/meervoud
mit Suffix -i
„transitiv“
(nur Mittani)
-af,
-au
-auša -i-o -*aššo,
-*aššu
-i-a
mit Suffix -wa
„Negation“
-uffu -uffuš(a) -wa-o -uššu -wa-a
mit anderem Morphem
(ohne Verschmelzung)
-...-af,
-...-au
-...-auša -...-o -...-aššo,
-...-aššu
-...-a

Die Suffixe der ersten Person Ein- und meervoud sowie der zweiten Person meervoud verschmelzen mit den davor stehenden Suffixen für Transitivität und Negation (-i (nur in Mittani) bzw. -wa). Mit dem in Mari und Hattuscha verwendeten Suffix -o für die Transitivität findet hingegen keine Verschmelzung statt. Die Unterscheidung zwischen Ein- und meervoud in der dritten Person erfolgt durch das bereits beschriebene meervoud-Suffix -t, das direkt nach dem Suffix für die Zeitform steht. In der dritten Person kann neben dem Verneinungssuffix -wa, das vor der Subjektsmarkierung steht, auch ein Suffix -ma nach dieser Markierung verwendet werden, um eine Verneinung auszudrücken, z. B. irnōḫoš-i-ā-ma (ausgleichen-transitiv-3. Person-Negation) „er gleicht (es) nicht aus“.

Im Althurritischen im Raum Hattuscha lautete die Endung der dritten Person enkelvoud -m, in der meervoud -ito. In intransitiven und antipassivischen Verben gab es in dieser Zeit ebenfalls eine Subjektsmarkierung. Für die dritte Person lautete sie -p, andere Personen sind nicht belegt. Es ist nicht bekannt, ob dieses Suffix auch für das transitive Objekt verwendet wurde. Soll eine Verbform nominalisiert werden, z. B. um einen bijvoeglijke bijzin zu bilden, so erhält die Form ein weiteres Suffix: -šše. Nominalisierte Verbformen können der Suffixaufnahme unterliegen. Außerdem können der Verbform noch enklitische Satzpartikeln folgen, siehe Abschnitt „Partikelwörter“.

Modale werkwoordsvormen[brontekst bewerken]

Um wijs Nuancen auszudrücken, werden spezielle Verbformen verwendet, die sich von den indikativischen (nichtmodalen) Formen deutlich abgrenzen lassen. Wünsche und Befehle werden mit einem eigenen optatief-Flexionsschema gebildet. Hauptkennzeichen ist das Element -i, das dem Verbstamm direkt folgt. Es gibt keinen Unterschied zwischen intransitiven und transitiven Verben, die Kongruenz erfolgt stets zum Subjekt des Satzes. Auch die Zeitformen werden in Wunsch- und Befehlsformen nicht unterschieden. Folgende Endungen sind belegt:

Persoon/getal Negatie Uitgang Vertaling
1e persoon
enkelvoud
nicht verneint -ile, nach /l,r/ -le bzw. -re „ich will ...“
verneint -ifalli „ich will nicht ...“
1e persoon
meervoud
  nicht belegt
2e persoon
enkelvoud
nicht verneint -i, -e „du sollst ...“ (gebiedende wijs)
verneint -ifa, -efa „du sollst nicht ...“
2e persoon
meervoud
nicht verneint -i(š), -e(š) „ihr sollt ...“
verneint -ifa(š), -efa(š) „ihr sollt nicht ...“
3e persoon
enkelvoud
nicht verneint -ien1 „er/sie/es möge ...“
verneint -ifaen1 „er/sie/es möge nicht ...“
3e persoon
meervoud
nicht verneint -iten1 „sie mögen ...“
verneint -itfaen1 „sie mögen nicht ...“

1 In den Wunschformen der 3. Person entfällt im Mari/Hattuscha-Dialekt das /n/ der Endung, wenn das folgende Wort mit einem Konsonanten beginnt.

Die sogenannte Finalisform, die gebraucht wird, um Nebensätze mit „damit...“ zu bilden, hat verschiedene Endungen. In der enkelvoud treten die Suffixe -ae, -ai, -ilae und -ilai auf, wobei die beiden letzteren nach /l,r/ zu -lae, -lai bzw. -rae, -rai werden. In der meervoud verwendet man die gleichen Endungen, zusätzlich kann das Pluralsuffix -ša antreten. Das ist jedoch nicht immer der Fall.

Um eine Möglichkeit auszudrücken, verwendet man eigene potentialisformen. An intransitiven Verben lautet die Endung -ilefa oder -olefa (nach /l,r/ -lefa bzw. -refa) und es gibt keine Kongruenz zum Subjekt. Transitive Potentialisformen werden mit dem Suffix -illet bzw. -ollet gebildet, auf das die normale Kongruenzendung der transitiven indikativischen Verbformen folgt. Allerdings ist diese Form nur in Mittani und nur in der dritten Person Singular belegt. Die Potentialisformen werden mitunter auch verwendet, um einen Wunsch auszudrücken.

Die desideratiefformen werden verwendet, um einen dringenden Wunsch auszudrücken. Sie sind bisher nur in der dritten Person und nur in transitiven Sätzen belegt. Die Endung für die 3. Person Singular lautet -ilanni, die für die 3. Person Plural -itanni. Wie sich diese Suffixe zerlegen lassen, ist noch nicht geklärt. Weitere Modalformen für die dritte Person sind aus Hattuscha bekannt, jedoch konnten noch keine Bedeutungen dieser Formen isoliert werden.

Voorbeelden van verbogen werkwoordsvormen[brontekst bewerken]

Die folgende Tabelle enthält einige in ihre morphologischen Bestandteile zerlegte Verbformen, hauptsächlich aus dem Mittani-Brief:

Voorbeeld Vorm Grammaticale analyse Vertaling
(4) koz-ōš-o zurückhalten-Präteritum-2.enkelvoud „du hieltest zurück“
(5) pal-i-a-mā-šše=mān wissen-transitiv-3. Person-Verneinung-Nominalisierung=aber „..., welches er aber nicht weiß“
(6) pašš-ēt-i=t=ān šeniffuta schicken-Futur-Antipassiv=1.enkelvoud.absolutief=und zu.meinem.Bruder „und ich werde zu meinem Bruder schicken“
(7) tiwēna tān-ōš-au-šše-na-Ø die.Sachen tun-Präteritum-1.enkelvoud-Nominalisierung-Artikel.meervoud-absolutief „die Sachen, die ich getan habe“
(8) ūr-i-uffu=nna=ān wünschen-transitiv-Negation+1.enkelvoud=3.enkelvoud.absolutief=und „und ich wünsche es nicht“
(9) itt-ōš-t-a gehen-Präteritum-intransitiv-intransitiv „ich ging, du gingst, ...“
(10) kul-le sagen-Optativ.1.enkelvoud „ich will sagen“
(11) pašš-ien schicken-Optativ.3.enkelvoud „er/sie möge schicken“
(12) pal-lae=n wissen-Finalis=3.enkelvoud.absolutief „damit er es weiß“
(13) kepānol-lefa=tta=ān schicken-Potentialis=1.enkelvoud.absolutief=und „und ich kann/möchte schicken“
Onverbogen werkwoordsvormen[brontekst bewerken]

Het Hurritisch kent gesubstantiveerde deelwoorden en een infinitief. Das substantivierte Partizip I (Präsenspartizip) wird mit den Endungen -iri oder -ire gebildet, z. B. pairi „der Bauende“, ḫapiri „der sich Bewegende“, „Nomade“. Ein substantiviertes Partizip II (Perfektpartizip) auf -aure ist bisher nur einmal in Nuzi belegt: hušaure „der Gebundene“. Eine besondere Partizipform ist nur aus Hattuscha überliefert. Sie kann nur von transitiven Verben gebildet werden und beinhaltet ein agens der ersten Person. Die Endung lautet -ilia. Dieses Partizip unterliegt der Suffixaufnahme:

(14) pailianeš šuḫnineš
pa-ilia-ne-š    šuḫni-ne-š
bouwen-ik.deelwoord-lidwoord.enkelvoud-ergatief.enkelvoud    muur-lidwoord.enkelvoud-ergatief.enkelvoud
„de door mij gebouwde muur“ (hier als onderwerp van een transitieve zin)

De infinitief, die eveneens gesubstantiveerd kan worden gebruikt, wordt met het suffix -umme gevormd, bijvoorbeeld faḫrumme „goed te zijn“, „het goed zijn“.

Voornaamwoorden[brontekst bewerken]

Persoonlijke voornaamwoorden[brontekst bewerken]

Het Hurritisch gebruikt zowel losstaande, als ook clitische (gebonden) persoonlijke voornaamwoorden. Die freien Pronomen können dabei in jedem Kasus verwendet werden, die clitischen nur im absolutief. Es ist dabei für die Satzbedeutung unerheblich, an welches Wort im Satz das clitische Pronomen angefügt wird, oft steht es jedoch am ersten Satzglied oder am Verb. Die folgende Tabelle gibt die belegten Formen der Personalpronomen wieder, die nicht aufgeführten Fälle sind nicht belegt:

Naamval 1e persoon enkelvoud
(ik)
2e persoon enkelvoud
(jij)
3e persoon enkelvoud
(hij/zij/het)
1e persoon meervoud
(wij)
2e persoon meervoud
(jullie)
3e persoon meervoud
(zij)
absolutief
(losstaand)
ište fe mane, manni šattil, šattitil(la) fella manella
absolutief
(enclitisch)
-t(ta) -m(ma) -n(na), -me, -ma -til(la) -f(fa) -l(la), -lle
ergatief išaš feš manuš šieš fešuš manšoš
genitief šofe fefe feše
datief šofa fefa šaša (?) feša manša
locatief feša (?)
allatief šuta šašuta (?)
ablatief manutan
comitatief šura manura manšura, manšora
Equatief II šonna manunna

De varianten -me, -ma en -lle van het clitische voornaamwoord van de derde persoon komen slechts na bepaalde voegwoorden (ai (wenn), inna (wenn), inu, unu (wie), panu (obwohl)) alsook na het betrekkelijk voornaamwoord iya of iye voor. Verbindt een enclitische persoonlijk voornaamwoord zich met een zelfstandig naamwaard, dan vinden omvangrijke versmeltingsprocessen plaats. Het cliticum -nna van de derde persoon enkelvoud verhoudt zich daarbij zeer verschillend ten opzichte van de overige voornaamwoorden. Met een daarvoorstaande ergatiefsuffix versmelt het in tegenstelling tot de andere voornaamwoorden met deze tot -šša, bij het begin van de overige voornaamwoorden valt de /š/ van de ergatief weg. Daarnaast verandert een als laatste letter gebruikte klinker /i/ of /e/ naar /a/, wanneer een clitische persoonlijk voornaamwoord behalve -nna wordt toegevoegd aan het woord.

Bezittelijk voornaamwoorden[brontekst bewerken]

De Hurritische bezittelijke voornaamwoorden konden niet losstaand voorkomen, maar slechts clitisch. Ze werden aan zelfstandige voornaamwoorden of gesubstantiveerde woorden toegevoegd, om een bezitsverhouding aan te geven. De vorm van het voornaamwoord is afhankelijk van het erop volgende morfeem. De volgende tabel geeft de voorkomende naamvallen weer:

Naamval 1e persoon enkelvoud
(mijn)
2e persoon enkelvoud
(jouw)
3e persoon enkelvoud
(zijn/haar)
1e persoon meervoud
(ons)
2e persoon meervoud
(jullie)
3e persoon meervoud
(hun)
am Wortende -iffe -f -i -iffaš -šše -yaš
vor Konsonant (außer f/w) -iffu -fu -i -iffaš -šu -yaš
vor f/w, Vokal -iff -f -i -iffaš n. bel. -yaš

Der vokalische Auslaut des Substantivstammes entfällt bei Antritt von vokalisch anlautenden Possessivpronomen, z. B. šeniffe (mein Bruder, zu šena „Bruder“). Er bleibt erhalten, wenn ein konsonantisch anlautendes Possessivpronomen antritt: attaif (dein Vater, zu attai „Vater“).

Andere voornaamwoorden[brontekst bewerken]

Het Hurritisch kent meerdere aanwijzende voornaamwoorden: anni (deze, die, dat, dit), anti/ani (die (daar), dat (daar)), akki...aki (de ene ... de andere). De slotvocaal /i/ van deze voornaamwoorden duikt slecht enkel in de absolutief op en verandert in de andere gevallen naar /u/, bijvoorbeeld akkuš (de ene) (ergatief), antufa (jenem). Als betrekkelijk voornaamwoord gebruikt men iya of iye. De beide vormen zijn inwisselbaar. Het voornaamwoord heeft in een bijvoeglijke bijzin steeds de functie van de absolutief, is dus voorwerp in transitieve zinnen of onderwerp in intransitieve zinnen. Het vragend voornaamwoord (wie? wat?) is enkel in de ergatief als enkelvoudsvorm (afeš) alsook eenmaal in de absolutief als enkelvoudsvorm (au) gedocumenteerd.

Adposities[brontekst bewerken]

Im Hurritischen existieren zahlreiche feste Wendungen, um verschiedene lokale und abstrakte Relationen auszudrücken. Sie werden zumeist mit dem Dativ oder Genitiv gebildet. Es sind fast ausschließlich achterzetsels, also nachgestellte Adpositionen, bekannt. Nur eine voorzetsel, also eine vorangestellte Adposition, (āpi (vor) mit Dativ), ist in Texten aus Hattuscha belegt. Alle Adpositionen lassen sich auf Substantive zumeist im Allativ, selten im Dativ oder im e-Kasus, zurückführen. Aus diesem Grund erfolgt Suffixaufnahme mit dem Fall der Postposition, wenn das Nomen (N), mit dem die Adposition verwendet wird, im Genitiv steht.

Einige Beispiele: N-fa āyita oder N-fenē āyē (in Gegenwart von; von āyi „Gesicht“), N-fa etīta oder N-fa etīfa (für, wegen; von eti „Körper, Person“), N-fenē etiyē (in Bezug auf), N-fa furīta (vor den Augen von; von furi „Sicht, Blick“), sowie nur in Hattuscha N-fa āpita (vor; von āpi „Vorderteil“). Daneben wird ištani „Zwischenraum“ mit einem meervoud-Possessivpronomen und dem lokatief verwendet, um „zwischen uns/euch/ihnen“ auszudrücken, z. B. ištaniffaša (zwischen uns, unter uns).

Voeg- en bijwoorden[brontekst bewerken]

Slechts weinig zininleidende grammaticale partikels zijn geattesteerd. In tegenstelling tot de substantieven of zelfstandige naamwoorden, die op /i/ eindigen, verandert bij de voegwoorden ai (wanneer) en anammi ((al)zo, op deze wijze/manier) de eindletter /i/ bij het toevoegen van een clitisch persoonlijk voornaamwoord niet. Andere voegwoorden zijn alaše (of), inna (wanneer), inu ((zo)als, toen) en panu (hoewel, ofschoon). Het Hurritisch kent slechts zeer weinige bijwoorden. ḫenni (jetzt), kuru (wieder) und unto (nun) sind temporale Adverbien. Außerdem sind atī (also, so) und tiššan (sehr) belegt.

Clitische zinspartikels[brontekst bewerken]

De clitischen zinspartikels worden aan het gewenst woord in de zin achtergevoegd, maar meestal echter aan de eerste zinsnede van de volzin of aan het werkwoord. De partikels =ān (en), =mān (echter, maar), =mmaman (en wel(?)) en =nīn (voorwaar, werkelijk, waarlijk) komen veelvuldig voor.

(15) atīnīn mānnattamān
atī=nīn    mānn-a=tta=mān
so=fürwahr    sein-intransitiv=1.Singular.absolutief=aber
„So aber bin ich wirklich.“

Telwoorden[brontekst bewerken]

Neben dem unbestimmten Zahlwort šūi (jeder) sind auch die kardinaalgetallen von 1 bis 10 sowie einige höhere belegt. Ordinaalgetalen werden mit einem Suffix -(š)še bzw. -ši gebildet, das nach /n/ zu -ze bzw. -zi wird. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die belegten Grund- und Ordnungszahlen:

  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 13 od. 30 17 od. 70 18 od. 80 10000 30000
Kardinal­zahl šukko,
šuki
šini kike tumni nariya šeše šinti kiri,
kira
tamri ēmani kikmani šintimani kirmani nupi kike nupi
Ordinal­zahl n. bel. šinzi kiški tumnušše narišše n. bel. šintišše n. bel. n. bel. ēmanze n. bel. n. bel. kirmanze n. bel. n. bel.

Distributiefgetalen tragen das Suffix -ate, z. B. kikate (je drei), tumnate (je vier). Das Suffix -āmḫa leitet multiplicatiefgetalen ab, z. B. šināmḫa (zweifach, doppelt), ēmanāmḫa (zehnfach). Alle Kardinalzahlwörter enden auf einen Vokal, der bei Antritt einiger der Endungen wegfällt.

Syntaxis[brontekst bewerken]

Die normale Satzgliedabfolge ist SOV-volgorde. Auch innerhalb der naamwoordgroep steht das naamwoord in der Regel am Ende. Adjektive, Zahlwörter sowie Genitivattribute gehen dem Substantiv voraus, das sie näher bestimmen. Bijvoeglijke bijzinnen sind hingegen meist zirkumnominal, das heißt, das Substantiv, das der Relativsatz näher bestimmt, steht innerhalb des Relativsatzes. Das Hurritische verfügt über mehrere verschiedene Möglichkeiten, Relativsätze zu bilden. Entweder verwendet man das Relativpronomen iya bzw. iye, das bereits im Abschnitt Pronomen beschrieben wurde, oder man verwendet das Nominalisierungssuffix -šše am Verb, das der Suffixaufnahme unterliegt und ebenfalls bereits erläutert wurde. Die dritte Möglichkeit ist, beide Markierungen gleichzeitig zu verwenden (siehe Beispiel (16)). In allen Fällen kann das Substantiv, das der Relativsatz näher bestimmt, innerhalb des Relativsatzes nur die Funktionen des absolutiefs ausüben, d. h., es kann nur direktes Objekt oder das Subjekt eines intransitiven Satzes sein.

(16) iyallānīn šēniffuš tiwēna tānōšāššena
iya=llā=nīn    šēn-iffu-š    tiwē-na-Ø    tān-ōš-ā-šše-na-Ø
Relativpron.=3.Plural.absolutief=fürwahr    Bruder-mein-ergatief.Singular    Sache-Artikel.Plural-absolutief    schicken-Präteritum-3.Singular.Subjekt-Nominalisierer-Artikel.Plural-absolutief
„das, was mein Bruder schicken wird“

Wie bereits im Abschnitt zu den Fällen beschrieben, verlangen transitive hurritische Verben einen Handlungsteilnehmer im ergatief (Subjekt) und einen im absolutief (Objekt). Das indirekte Objekt von ditransitiven Verben, also solchen mit zwei Objekten, steht im Dativ, lokatief, Allativ oder bei einigen Verben ebenfalls im absolutief:

(17) olaffa katulle
ola-Ø=ffa    katul-le
anderer-absolutief=2.Plural.absolutief    sagen-Optativ.1.Singular
„Ich will euchAbs. etwas anderesAbs. sagen.“

Woordenschat[brontekst bewerken]

Der bekannte hurritische Wortschatz ist sehr homogen, das heißt, er enthält nur wenige leenwoorden (z. B. tuppi (Tontafel), Mizri (Ägypten) beide aus dem Akkadisch). Das Relativpronomen iya bzw. iye ist möglicherweise ein Lehnwort aus der Indo-Arische taal des Mittani-Volkes, das im Gebiet des Mittani-Reichs vor den Hurritern gelebt hat, vgl. Sanskriet ya. Aus dem Hurritischen wurden zahlreiche Wörter in die benachbarten akkadischen Dialekte entlehnt, wie z. B. ḫāpiru (Nomade) aus hurr. ḫāpiri (Nomade). Dass es auch Lehnwörter in Kaukasische talen gegeben hat, ist wahrscheinlich, jedoch nicht nachweisbar, da es keine Aufzeichnungen kaukasischer Sprachen aus der Zeit des Hurritischen gibt. Die Ursprungssprache ähnlichlautender Wörter ist aus diesem Grund nicht bestimmbar.

J.R.R. Tolkien hat sich einer eher spekulativen Theorie zufolge bei der Entwicklung seiner Zwarte Taal vom Hurritischen beeinflussen lassen. Darauf weisen einige Parallelen in der Struktur des Wortschatzes und der Morphologie hin.

Schrift en ontcijfering[brontekst bewerken]

Hurritisch spijkerschrifttablet.

De meeste Hurritische teksten werden in het Sumerische spijkerschrift geschreven, die via de Akkadiërs tot de Hurrieten was gekomen. De in Ugarit gevondenen geschriften gebruiken meestal echter het Ugaritisch alfabetschrift. Slechts een van de tot hiertoe opgegraven teksten is in Anatolische hiërogliefen geschreven. Het Hurritisch kon dankzij de talrijke Hurritisch-Hettitische dubbeltalige teksten, die men in het omgeving van Hattusa vond, worden ontcijferd. De Mittani-Brief werd in 1932 voor het eerst bestudeerd door Johannes Friedrich in zijn boek Kleinasiatische Sprachdenkmäler. Ephraim Avigdor Speiser schreef in 1941 de eerste grammatica van het Hurritisch (zie: Literatuur).

Tekstvoorbeeld[brontekst bewerken]

Untomān iyallēnīn tiwēna šūallamān šēniffuš katōšāššena ūriāššena, antillān ēmanāmḫa tānōšau. (uit de Mittani-brief (EA 24), kolom IV, regels 30-32)

Woord in morfeemontleding Grammaticale analyse
unto=mān nu = echter
iya=llē=nīn betrekkelijk voornaamwoord = 3.meervoud.absolutief = voorwaar, werkelijk, waarlijk
tiwē-na-Ø zaak, ding - lidwoord.meervoud - absolutief
šū-a=lla=mān ieder, elk - locatief = 3.meervoud.absolutief = echter
šēn-iffu-š broer - mijn - ergatief.enkelvoud
kat-ōš-ā-šše-na-Ø zeggen - preteritum.transitief - 3.enkelvoud.onderwerp - gesubstantiveerd - Artikel.meervoud - absolutief
ūr-i-ā-šše-na-Ø wensen - transitief - 3.enkelvoud.onderwerp - gesubstantiveerd - lidwoord.meervoud - absolutief
anti=lla=an die (daar), dat (daar) = 3.meervoud.absolutief = en
ēman-āmḫa tien - multiplicatief
tān-ōš-au doen, maken - preteritum.transitief - 1.enkelvoud.onderwerp

Vertaling: „Nu echter deed ik voorwaar tienmaal echter alle zaken die mijn mijn broer zei (en) wenste.“

Noten[brontekst bewerken]

  1. Th. Petit, La langue étéochypriote ou l"amathousien", in Archiv für Orientforschung 44/45, 1997/8, pp. 244-271, Emilia Masson: Cyprominoica - Repertoires, Documents de Ras Shamra, Essais d'Interpretation. Studies in Mediterranean Archaeology. Bd 31,2. Studies in the Cypro-Minoan Scripts 2. Åström, Göteborg 1974. ISBN 91-85058-41-6, ISBN 91-85058-43-2, pp. 47-53, Th. Schneider, Kassitisch und Hurro-Urartäisch: Ein Diskussionsbeitrag zu möglichen lexikalischen Isoglossen, in Altorientalische Forschungen 30, 2003, pp. 372-381.
  2. I.M. Diakonoff - S.A. Starostin, Hurro-Urartian as an Eastern Caucasian Language (Münchner Studien zur Sprachwissenschaft, 12), München, 1986.
  3. Thomas Richter: Das "Archiv des Idanda". Berichte über Inschriftenfunde der Grabungskampagne 2002 in Mišrife/Qatna. In: Mitteilungen der Deutschen Orient-Gesellschaft. Bd. 135, 2003, pp. 164-188.

Literatuur[brontekst bewerken]

  • Igor M. Diakonoff, Sergej A. Starostin: Hurro-Urartian as an Eastern Caucasian Language. Münchner Studien zur Sprachwissenschaft. Beiheft 12. Kitzinger, München 1986, ISBN 3-920645-39-1
  • Christian Girbal: Zur Grammatik des Mittani-Hurritischen. In: Zeitschrift für Assyriologie und Vorderasiatische Archäologie 80, 1990, S. 93-101, ISSN 0084-5299
  • Joost Hazenbos: Hurritisch und Urartäisch. In: Sprachen des Alten Orients. Hrsg. von Michael P. Streck. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005, ISBN 3-534-17996-X
  • Erich Neu: Das hurritische Epos der Freilassung : 1: Untersuchungen zu einem hurritisch-hethitischen Textensemble aus Hattuša. (Studien zu den Boğazköy-Texten ; 32) Wiesbaden : Harrassowitz 1996, XIX, 596, VI S. : Ill. [[ISBN 3-447-03487-4]]
  • Thomas Richter: Bibliographisches Glossar des Hurritischen. Harrassowitz, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-447-06805-5
  • Ephraim A. Speiser: Introduction to Hurrian (Annual of the American Schools of Oriental Research 20). New Haven 1941.
  • Ilse Wegner: Hurritisch. Eine Einführung. Harrassowitz, Wiesbaden 2000/2007, ISBN 978-3-447-05394-5
  • Gernot Wilhelm: Hurrian. In: The Cambridge Encyclopedia of the World's Ancient Languages. Hrsg. von Roger D. Woodard. Cambridge 2004, S. 95-118, ISBN 0-521-56256-2

Externe links[brontekst bewerken]